Hardcore-Entrümpeln

Ein RaumStruktur-Prozess. Erfahrungen einer Raumberatungskundin aus Dortmund und Teilnehmerin meiner Kalligraphie-Workshops.

Liebe Brigitte,

 

eigentlich komme ich immer zum Schreiben nach Münster, um für ein paar Stunden in einem Kalligraphie-Workshop abzutauchen, zwanglos und ohne wirkliches Ziel aus deinem unfassbarem Farb-, Stifte- und Papierfundus schöpfen zu können und abends mit neuen Ideen für mögliche eigene Schriftprojekte wieder nach Hause zu fahren.

 

Aber inspiriert durch die Gestaltung deines CreativSalons – das Reduzierte, die klaren Strukturen und das stimmige Farbkonzept – habe ich die letzten Male (anfangs sicherlich unbewusst) vor allem sehr viel Input für die Umgestaltung meiner Wohnung mitgenommen. Denn die war mir, obwohl perfekt sortiert und ›aufgeräumt‹, von den Bücherregalen über die Schränke bis zum Stauraum unter dem Bett viel zu voll und zu unruhig. Ich hatte zunehmend das Gefühl, von den Dingen, die mir eigentlich lieb und teuer sind, erschlagen zu werden.

 

Dank deinem Sinn für den Fokus auf das Wesentliche, die Klarheit, die in deinem Raum herrscht, und die Ruhe, die er ausstrahlt, fand ich Minimalismus plötzlich wohnlich :-). Und dadurch gelang es mir nach einer Anlaufphase von fast zwei Jahren endlich, konsequent meine Wohnung zu entrümpeln.

 

Vierzig Bücherkisten und vier Autoladungen an Kleidung gingen an ein Sozialkaufhaus, Hunderte von CDs wurden verkauft, jede Briefkiste wurde unter die Lupe genommen. Der einzige vorhandene Teppich wurde herausgerissen, der darunterliegende Dielenboden geschliffen. Die Wände wurden neu gestrichen, die Schränke, die ich behalten wollte, passend zur Wandfarbe umlackiert. Mein Bett habe ich schlussendlich auch noch abgebaut, seitdem benutze ich aus Platzgründen ein Bettsofa.

 

Mich von Dingen zu trennen, fiel mir anfangs sehr leicht und wurde zunehmend schwerer, je weniger sich in meiner Wohnung befand. Aber deine vielen konstruktiven Vorschläge in Form von kurzen telefonischen Beratungen haben mich immer wieder motiviert weiterzumachen – und letztendlich war es unglaublich befreiend!

 

Ich habe dabei vor allem viel über mich selbst gelernt und fand es spannend zu sehen, an welchen Stellen plötzlich meine Sentimentalitätskeule zuschlug … (die überhaupt nur der Grund dafür ist, dass sich im Laufe der Zeit so viel angesammelt hat!)

 

Ich habe übrigens kein Möbelstück behalten, das höher als halbhoch war. Dadurch habe ich jetzt plötzlich einen freien Blick auf meine Wände und das Gefühl, endlich wieder richtig durchatmen zu können. Außerdem hat mich dein Vorschlag inspiriert, sämtliche meiner Bücher und alles, was einen Raum sonst noch kleinteilig aussehen lässt, in geschlossenen Schränken unterzubringen.

 

Seitdem strahlt meine Wohnung eine ganz unglaubliche Ruhe aus.

Ich war selten entspannter als jetzt :-)

 

Tausend Dank für all den kreativen Input!!!

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Loslassen, Aussortieren und Neugestalten. Ein Prozesseinblick in Bildern.

Zuerst zu sehen sind auch hier wieder die VORHER-Bilder.


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