von RECHTS nach LINKS

Mein WEG als umgeschulte Linkshänderin.

 

Geboren bin ich als Linkshänderin.

 

Zur Einschulung wurde ich durch mein Umfeld endgültig auf die rechte Hand umgeschult. Im Herbst 2017 machte ich mich auf den  Weg und folge meinem innersten Gefühl.

 

Ich beginne eine Rückschulung auf meine ursprünglich dominante linke Hand und teile hier meine Erfahrung und möchte anderen umgeschulten Linkshändern Mut machen, sich auf den Weg zur eigenen inneren Mitte zu machen.

Neuer Blogbeitrag: Linke Hand/Rechte Hand | April 2018 - wird gerade geschrieben ...

Eine Rückschulung benötigt Zeit ... | 29.01.18

 

und dafür muss etwas anderes weichen - so Matthias Wüstefeld zum Start meiner Rückschulung. Was weicht bei mir?

 

Anfangs wusste ich es nicht ... oder besser gesagt ich dachte: ACH, das passt schon noch rein in den Alltag. Aber nix da! Fachbücher lesen, Gespräche mit anderen Menschen und Austausch mit Rückschülern kosten wirklich Zeit. Ja, manchmal muss ich mir das aufschreiben, damit es mir klar wird. Tue ich ja gerade hier ... ;-)

 

In den letzten Wochen seit einem Beitrag hier im Blog habe ich einerseits die Weihnachtszeit genossen, Urlaub gemacht, Geburtstag gehabt und mehr alltägliche Handgriffe Stückchen für Stückchen mit links gemacht.

 

Schwung- und Buchstabenübungen eher sehr wenig.

 

Aktuell läuft die Ausstellung mit Albert Bartel in Münsters Kreuzviertel. Auch die Vorbereitung dafür benötigt zusätzliche Zeit.

 

Am 21.01. war Vernissage und ich gebe einen Einblick in meine IdeenBücher, in denen ich zu ganz unterschiedlichen Themen Gedanken sammel, Ideen ausbrüte, Themen vertiefe und einfach meiner gestalterischen Lust ein Zuhause gebe.

 

Heimat / Zuhause ist auch das Thema der Ausstellung.

 

Linien und Striche sind das Hauptthema meiner Arbeiten. Mal mit rechts, mal mit links, mal spielerisch, mal malerisch und einfach nur so.

Und einfach so schreibe ich mittlerweile auch diese Blogbeiträge und fühle mich dabei frei, es in meinem Rhythmus zu tun. So wie die Rückschulung auf meine ursprünglich dominante linke Hand. Wenn es in meinen Alltag passt, ich Lust verspüre und mir das Passende einfällt.

 

In diesem Sinne folgen in nächster Zeit sicherlich noch Beiträge zu den Themen Beidhändigkeit, Nackenschmerzen und ,,zu früh schon mit links geschrieben".

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GUTE FRAGEN & AUSSAGEN von anderen Menschen | 04.12.17

 

* MUT hast Du, Brigitte.

* Jetzt gibt es kein zurück mehr.

* Hast Du vor Deiner Rückschulung eine Person befragt wie Ihre Rück-

  schulung gelaufen ist? 

* Warum machst Du das eigentlich? Dich nach 46 Jahren aktiv

   mit rechts auf die ursprüngliche linke Hand umzuschulen?

 

Bei allem merke ich: ich tue es einfach. Es ist genau das Richtige für MICH und es fühlt sich super, entspannt und aufregend an.

 

Ja, aufregend. Ein bisschen wie ein ABENTEUER. Mit meinem Gehirn, wie Dr. Johanna Barbara Sattler in ihrem Buch ,,Der umgeschulte Linkshänder - Der Knoten im Gehirn" es an einer Stelle beschreibt.

 

Schließlich handelt es sich um eine Hirnhälften-Dominanz, die dadurch die Händigkeit bestimmt. Der Knoten. Ein gutes Stichwort.

 

Dieser Knoten, ich sage mal meine Wortfindungsstörungen oder das Abrufen von Wissen verbessert sich Tag für Tag. Obwohl ich NUR meine Linkshänderübungen mache und noch nicht mit links komplett schreibe.

 

Aber ich zeichne viel mit links und mache alltägliche Dinge - automatisch - mehr mit links. Stelle durch mein neues Wissen aber auch fest, dass ich eh schon mehr Handgriffe wie eine Linkshänderin gemacht habe, als früher gedacht.

 

Und das Beste ist, dass ich bei meiner künstlerischen Gestaltung und dem Schreiben von Texten mit der rechten Hand (also so wie immer) viel weniger Fehler, Buchstabendreher usw. fabriziere.

 

Das ist unglaublich. Die Arbeit geht schneller und sicherer von der Hand.

 

Da passt ans Ende die Frage meines Vaters, die er mir vor ein paar Wochen gestellt hat: ,,Machst Du das, um - ich sage mal - Deine innere Mitte wieder zurechtzurücken?"

 

Ich glaube ja und sage Stand heute: ES FUNKTIONIERT!

 

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Zu Hause in mir | 04.11.17

Meine letzten Wochen seit Start der Rückschulung waren gefüllt von Gedanken & Gesprächen sowie mit Übungen & Erfahrungen. 

 

Ein erstes Gefühl von zu Hause in mir hat sich eingestellt. Unfassbar, unglaublich und einzigartig.

 

Als hätte ich es am Anfang des Jahres geahnt, als ich im Hinblick auf die Gefühle und Bedürfnisse der Menschen in meinem Arbeitsumfeld meine Neujahrskarte zum Thema HEIMAT gestaltet habe.

 

http://www.brigitteborchers.de/heimat-projekt/

 

So wird es nun durch meine Rückschulung auf meine starke linke Hand zu einem ganz besonderen Thema für mich selbst.

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Jetzt ist es amtlich! 16.10.17

Nach einer ausführlicher Händigkeitsbeobachtung durch Matthias Würstefeld steht es fest. Ich bin Linkshänderin. Mein Gefühl ist bestätigt. Jetzt ist es amtlich. Mit Brief und Siegel, wie man so schön sagt.

 

Juhu: Ich kann mich auf meine Intuition verlassen!

Die Gestaltung des Wortes Intuition ist von mir beidhändig geschrieben.

 

Alle, die sich entweder mit dem Thema Umschulung der dominanten Händigkeit beschäftigt haben, oder die ein diffuses Gefühl beschleicht, dass sie damit etwas zu tun haben, finden hier fachkompetente Unterstützung in Münster: www.linkshaender-beratung-muenster.de

Wie alles anfing | 10.10.17

Seit meiner frühesten Kindheit begleitet mich ein sicheres Gefühl, dass ich Linkshänderin bin.

 

Aber in den 70er Jahren wusste man allgemein noch nicht viel über Linkshänder und welche Folgen sich durch eine Zwangsumschulung zum Rechtshänder für das Gehirn und auch den innersten Kern des Menschen ergeben. Und so ging ich 46 Jahre meines Lebens als Rechtshänderin durch die Welt.

 

Im Rahmen meiner Solo-Selbständigkeit, die meiner Erfahrung nach auch immer viel mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat, packe ich nun den Baustein an, bei dem ich schon seit längerer Zeit die Vermutung habe, dass es ein ganz elementarer ist.

 

Nämlich der genaue Blick auf meine Händigkeit.

 

Ich nehme alle Interessierten mit auf meinen Weg der Rückschulung, für den ich mich in dieser Woche entschieden habe. Wie es dazu kam … berichte ich hier in diesem Blog.

 

Das Foto hat mein Vater gemacht, der schon sein ganzes Leben lang leidenschaftlich fotografiert.

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